Kefir selber machen: Der Guide
Kefir, das prickelnde, leicht säuerliche Fermentationsgetränk, erfreut sich nicht nur aufgrund seines einzigartigen Geschmacks, sondern auch wegen seiner vielfältigen gesundheitlichen Vorteile immer größerer Beliebtheit. Ob aus Milch oder Wasser gewonnen, die Herstellung zu Hause ist überraschend einfach und belohnt Sie mit einem frischen, lebendigen Getränk, das individuell an Ihre Vorlieben angepasst werden kann. Werden Sie zum Meister Ihres eigenen Fermentationsprozesses und entdecken Sie die Freude am Kefir Starter Set, das Ihnen den Einstieg in diese faszinierende Welt erleichtert. Es ist eine lohnende Investition in Ihr Wohlbefinden und ein spannendes Küchenexperiment, das sich schnell auszahlt.
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Das Kefir selber machen ist nicht nur eine kostengünstige Alternative zu gekauften Produkten, sondern ermöglicht Ihnen auch die volle Kontrolle über die Zutaten und den Fermentationsgrad. Viele beginnen mit dem Gedanken, einfach ein gesundes Getränk herzustellen, und entdecken dabei eine wahre Leidenschaft für die Welt der Mikroorganismen. Mit den richtigen Utensilien, wie einem Passiersieb feinmaschig Edelstahl zum Trennen der Kefirkristalle, sind die ersten Schritte schnell getan und der Erfolg ist fast garantiert.
Warum Kefir selber machen? Mehr als nur ein Trendgetränk
Die Faszination für Kefir ist kein Zufall. Dieses fermentierte Getränk ist reich an probiotischen Kulturen, Vitaminen und Mineralstoffen. Es wird traditionell für seine positiven Auswirkungen auf die Darmgesundheit geschätzt, kann das Immunsystem unterstützen und die Verdauung fördern. Industriell hergestellter Kefir ist oft pasteurisiert und enthält weniger lebende Kulturen als die selbstgemachte Variante. Wenn Sie Ihr eigenes Kefir herstellen, wissen Sie genau, was drin ist: frische Zutaten und eine Fülle an nützlichen Mikroorganismen.
Darüber hinaus ist der Geschmack von selbstgemachtem Kefir unvergleichlich. Er kann von mild-säuerlich bis kräftig-herb variieren, je nach Fermentationsdauer und den verwendeten Zutaten. Die Möglichkeit, den Fermentationsprozess selbst zu steuern, erlaubt es Ihnen, einen Kefir zu kreieren, der perfekt auf Ihren Gaumen abgestimmt ist. Es ist ein lebendiges Produkt, das sich ständig weiterentwickelt und mit dem Sie experimentieren können.
Milchkefir oder Wasserkefir: Welcher ist der Richtige für Sie?
Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen zwei Hauptarten von Kefir: Milchkefir und Wasserkefir. Beide werden durch Fermentation mit sogenannten "Kefirkristallen" hergestellt, die jedoch unterschiedliche Mikroorganismen-Stämme enthalten und unterschiedliche Nährböden benötigen.
Milchkefir: Der Klassiker mit cremiger Note
Milchkefir wird, wie der Name schon sagt, aus Milch hergestellt. Die Kefirkristalle Milchkefir, auch Kefirpilze genannt, sind eine symbiotische Kultur aus Bakterien und Hefen, die Laktose in der Milch zu Milchsäure, Kohlendioxid und geringen Mengen Alkohol umwandeln. Das Ergebnis ist ein cremiges, leicht sprudelndes Getränk, das an Joghurt erinnert, aber eine dünnere Konsistenz und einen komplexeren, säuerlich-erfrischenden Geschmack hat. Es ist eine ausgezeichnete Quelle für Kalzium und Proteine und kann auch von Personen mit Laktoseintoleranz oft besser vertragen werden, da die Laktose während der Fermentation abgebaut wird.
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Wasserkefir: Die leichte, vegane Alternative
Wasserkefir, manchmal auch Tibicos genannt, wird mit Wasser, Zucker und getrockneten Früchten fermentiert. Die Kefirkristalle Wasserkefir ernähren sich vom Zucker und produzieren dabei ebenfalls Milchsäure, Kohlendioxid und geringe Mengen Alkohol. Das Ergebnis ist ein leicht sprudelndes, erfrischendes Getränk, das geschmacklich an eine säuerliche Limonade erinnert. Wasserkefir ist eine hervorragende vegane Option und eine leichtere Alternative zu Milchkefir. Er eignet sich hervorragend als Basis für fruchtige Schorlen oder als Durstlöscher an heißen Tagen.
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Die Grundausstattung für Ihr Kefir-Projekt
Unabhängig davon, ob Sie sich für Milch- oder Wasserkefir entscheiden, benötigen Sie einige grundlegende Utensilien, um erfolgreich Ihr Kefir selber machen zu können:
- Gärgefäß: Ein Glasgefäß mit weitem Hals ist ideal. Vermeiden Sie Metallgefäße, da die Säure des Kefirs mit Metall reagieren kann. Ein Fermentierbehälter Glas oder auch ein Gärbehälter mit Zapfhahn für größere Mengen ist perfekt.
- Abdeckung: Ein Tuch oder Kaffeefilter, der mit einem Gummiband befestigt wird, schützt vor Verunreinigungen und lässt gleichzeitig Luft zirkulieren.
- Sieb: Ein feinmaschiges Sieb aus Kunststoff oder Edelstahl zum Trennen der Kefirkristalle vom fertigen Getränk. Das bereits erwähnte Passiersieb feinmaschig Edelstahl ist hierfür ideal.
- Löffel: Ein Löffel aus Kunststoff, Holz oder Edelstahl zum Umrühren.
- Flaschen: Für die Lagerung des fertigen Kefirs und für die zweite Fermentation eignen sich Fermentiergläser Bügelverschluss oder andere Flaschen mit dicht schließendem Deckel.
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Schritt für Schritt zu Ihrem hausgemachten Kefir
Milchkefir herstellen: So geht's
Das Kefir selber machen aus Milch ist ein einfacher Prozess, der sich schnell in den Alltag integrieren lässt:
- Kefirkristalle vorbereiten: Spülen Sie die Milchkefirkristalle vorsichtig unter kaltem, fließendem Wasser ab (optional, viele lassen diesen Schritt aus).
- Milch hinzufügen: Geben Sie die Kristalle in ein sauberes Glasgefäß. Fügen Sie anschließend frische Milch hinzu. Das Verhältnis ist entscheidend: Für etwa einen Esslöffel Kefirkristalle benötigen Sie etwa 250-500 ml Milch. Vollmilch (3,5% Fett) liefert die besten Ergebnisse, aber auch fettarme Milch oder pflanzliche Milchalternativen (Kokos-, Mandelmilch) können verwendet werden, wobei letztere oft eine andere Textur und einen anderen Geschmack ergeben und die Kristalle auf Dauer schwächen können.
- Fermentieren: Decken Sie das Gefäß mit einem Tuch ab und befestigen Sie es mit einem Gummiband. Stellen Sie es bei Raumtemperatur (idealerweise 20-24°C) an einen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Die Fermentation dauert in der Regel 24 Stunden. Längere Fermentationszeiten führen zu einem säuerlicheren, dickflüssigeren Kefir.
- Kristalle trennen: Nach 24 Stunden (oder wenn der Kefir die gewünschte Konsistenz und Säure erreicht hat) rühren Sie den Kefir um und seihen Sie ihn durch ein feinmaschiges Sieb ab. Die Kristalle bleiben im Sieb zurück.
- Kefir genießen und Kristalle weiterverwenden: Den fertigen Milchkefir können Sie sofort genießen oder im Kühlschrank lagern. Die gesiebten Kefirkristalle geben Sie sofort wieder in frische Milch, um einen neuen Batch zu starten. Die Kristalle wachsen mit der Zeit und können geteilt oder verschenkt werden.
Wasserkefir herstellen: Die prickelnde Erfrischung
Auch das Kefir selber machen mit Wasser ist unkompliziert und bietet viel Raum für Kreativität:
- Zuckerwasser vorbereiten: Lösen Sie in einem Liter zimmerwarmem, chlorfreiem Wasser etwa 60-80g Zucker auf (Rohrzucker, Vollrohrzucker oder Kokosblütenzucker eignen sich am besten). Vermeiden Sie raffinierten Haushaltszucker, da er den Kristallen nicht genügend Nährstoffe bietet.
- Kefirkristalle und Früchte hinzufügen: Geben Sie die Wasserkefirkristalle (ca. 2-3 Esslöffel pro Liter) in das Zuckerwasser. Fügen Sie außerdem ein paar getrocknete Früchte (z.B. Feigen, Datteln, Rosinen – ungeschwefelt) und optional eine Scheibe Zitrone hinzu. Die Früchte und Zitrone dienen als zusätzliche Nährstoffquelle und Geschmacksgeber.
- Fermentieren: Decken Sie das Gefäß ab und lassen Sie es bei Raumtemperatur für 24-48 Stunden fermentieren. Je länger die Fermentation, desto weniger Zucker ist im fertigen Getränk und desto säuerlicher wird es. Achten Sie auf kleine Bläschen, die an die Oberfläche steigen – ein Zeichen der Aktivität.
- Kristalle trennen: Nach der Fermentation entfernen Sie die Früchte und Zitrone und seihen den Wasserkefir durch ein Sieb ab.
- Kefir genießen und Kristalle weiterverwenden: Der fertige Wasserkefir ist sofort trinkbereit oder kann für eine zweite Fermentation aromatisiert werden. Die Wasserkefirkristalle geben Sie mit frischen Zutaten in ein neues Zuckerwasserbad.
Sekundäre Fermentation und Aromatisierung: Der Kreativität freien Lauf lassen
Nach der ersten Fermentation können Sie Ihrem Kefir durch eine zweite Fermentation noch mehr Geschmack und Kohlensäure verleihen. Dies ist besonders beim Wasserkefir beliebt, funktioniert aber auch hervorragend mit Milchkefir.
Geben Sie dazu den fertig fermentierten Kefir in Flaschen mit dicht schließendem Deckel, wie zum Beispiel die bereits erwähnten Fermentiergläser Bügelverschluss. Fügen Sie frische Früchte (Beeren, Ingwer, Minze, Zitrusschalen), Fruchtsäfte, Gewürze oder Kräuter hinzu. Lassen Sie die Flaschen dann für weitere 12-48 Stunden bei Raumtemperatur stehen. Achten Sie darauf, die Flaschen regelmäßig zu entlüften, um einen zu hohen Druckaufbau zu vermeiden. Danach im Kühlschrank lagern und genießen.
Häufige Fragen und Tipps für angehende Kefir-Brauer
Was tun, wenn der Kefir nicht fermentiert? Die Temperatur ist oft der entscheidende Faktor. Ist es zu kalt, arbeiten die Kulturen langsamer. Auch die Qualität der Kristalle oder des Nährbodens kann eine Rolle spielen. Geben Sie den Kristallen etwas Zeit, sich an die neue Umgebung anzupassen.
Wie lagere ich die Kristalle, wenn ich eine Pause mache? Milchkefirkristalle können in frischer Milch im Kühlschrank für bis zu einer Woche gelagert werden. Für längere Pausen können sie in Milch eingefroren oder vorsichtig getrocknet werden. Wasserkefirkristalle lagern Sie am besten in Zuckerwasser im Kühlschrank oder trocknen sie ebenfalls.
Die Kristalle wachsen nicht oder werden kleiner. Achten Sie auf frische, hochwertige Zutaten und die richtige Temperatur. Manchmal benötigen die Kristalle einfach etwas Zeit, um sich zu akklimatisieren und zu vermehren.
Das Kefir selber machen ist ein dynamischer Prozess, der mit etwas Übung und Geduld zu wunderbaren Ergebnissen führt. Es ist eine Reise in die Welt der Fermentation, die nicht nur Ihren Gaumen, sondern auch Ihr Wohlbefinden bereichern wird. Tauchen Sie ein und genießen Sie die Vielfalt, die Ihnen selbstgemachter Kefir bietet!
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Häufig gestellte Fragen
Was ist Kefir und welche Vorteile hat er?
Kefir ist ein traditionelles, fermentiertes Milch- oder Wassergetränk, das für seinen prickelnden, leicht säuerlichen Geschmack und seine gesundheitlichen Vorteile geschätzt wird. Die Fermentation erfolgt durch sogenannte Kefirknollen (oder Japankristalle für Wasserkefir), eine Symbiose aus Bakterien und Hefen, die das Getränk mit wertvollen Probiotika anreichern. Diese Mikroorganismen können eine positive Wirkung auf die Darmgesundheit haben, das Immunsystem stärken und die Verdauung unterstützen. Viele Menschen, die Laktose nicht gut vertragen, können Milchkefir oft besser genießen, da die Laktose während der Fermentation abgebaut wird. Die Herstellung zu Hause ermöglicht es Ihnen, die Qualität der Zutaten zu kontrollieren und den Geschmack individuell anzupassen. Es ist eine einfache und lohnende Möglichkeit, ein lebendiges, gesundes Getränk in Ihre tägliche Ernährung zu integrieren.
Um mit der Herstellung zu beginnen, benötigen Sie lediglich ein Kefir Starterset und die entsprechenden Grundzutaten.
Welche Grundausstattung benötige ich, um Kefir selber zu machen?
Die Grundausstattung für die Kefirherstellung ist überraschend simpel und oft schon in vielen Haushalten vorhanden. Für den Anfang benötigen Sie:
- Kefirknollen: Das Herzstück der Fermentation. Achten Sie auf aktive und vitale Milchkefirknollen oder Wasserkefir-Japankristalle.
- Fermentiergefäße: Glasgefäße mit einem weiten Hals sind ideal. Einmachgläser mit Bügelverschluss oder einfache Gläser, die Sie mit einem Tuch und Gummiband abdecken, eignen sich hervorragend.
- Sieb: Ein feinmaschiges Sieb aus Kunststoff oder Edelstahl zum Abtrennen der Knollen vom fertigen Kefir. Vermeiden Sie Metallkontakt, wenn Sie die Knollen über längere Zeit in Metall lassen würden.
- Löffel: Ein Löffel aus Kunststoff, Holz oder Silikon zum Umrühren und Herausnehmen der Knollen.
- Trichter: Ein Küchentrichter erleichtert das Abfüllen des fertigen Kefirs in Flaschen.
- Flaschen: Zum Lagern des fertigen Kefirs im Kühlschrank.
Mit diesen grundlegenden Utensilien sind Sie bestens ausgerüstet, um in die Welt der Fermentation einzutauchen.
Wie stelle ich Milchkefir Schritt für Schritt her?
Die Herstellung von Milchkefir ist ein einfacher Prozess, der sich leicht in den Alltag integrieren lässt:
- Vorbereitung: Besorgen Sie sich aktive Milchkefirknollen. Spülen Sie diese bei Bedarf kurz unter fließendem, lauwarmem Wasser ab (nicht zwingend notwendig).
- Knollen und Milch zusammenführen: Geben Sie die Kefirknollen in ein sauberes Einmachglas. Füllen Sie das Glas mit Milch auf. Das Verhältnis ist typischerweise 1-2 Esslöffel Knollen auf 500 ml Milch. Achten Sie darauf, nicht zu viele Knollen zu verwenden, da der Kefir sonst zu schnell fermentiert und sehr sauer wird.
- Fermentation: Decken Sie das Glas locker mit einem Tuch oder dem Deckel ab (nicht luftdicht verschließen, da Gase entweichen müssen). Stellen Sie das Glas an einen warmen Ort (Zimmertemperatur, ca. 20-24°C) und lassen Sie es für 24 bis 48 Stunden fermentieren. Gelegentliches Schwenken des Glases hilft, die Knollen in Bewegung zu halten und eine gleichmäßige Fermentation zu fördern.
- Abtrennen: Sobald der Kefir die gewünschte Konsistenz und den gewünschten Geschmack erreicht hat (er wird dicker, leicht säuerlich und kann leicht kohlensäurehaltig sein), trennen Sie die Knollen ab. Gießen Sie den Inhalt des Glases durch ein feinmaschiges Sieb in ein anderes Gefäß. Die Knollen bleiben im Sieb zurück.
- Genießen und Wiederholen: Der fertige Milchkefir kann sofort getrunken oder im Kühlschrank gelagert werden. Die abgetrennten Knollen sind bereit für die nächste Fermentationsrunde.
Wie pflege ich meine Kefirknollen richtig?
Die richtige Pflege Ihrer Kefirknollen ist entscheidend für eine dauerhaft erfolgreiche Kefirherstellung. Hier sind die wichtigsten Punkte:
- Regelmäßige Fütterung: Kefirknollen brauchen kontinuierlich frische Milch (oder Zuckerwasser für Wasserkefir), um aktiv zu bleiben. Fermentieren Sie sie alle 24 bis 48 Stunden neu.
- Sauberkeit: Achten Sie auf saubere Gläser und Utensilien. Eine gründliche Reinigung verhindert die Ansiedlung unerwünschter Bakterien.
- Vermeidung von Metall: Obwohl ein kurzer Kontakt mit Edelstahl beim Abseihen unbedenklich ist, sollten Sie die Knollen nicht über längere Zeit in direktem Kontakt mit Metall stehen lassen, insbesondere mit unedlen Metallen, da dies die Knollen schädigen kann. Verwenden Sie bevorzugt Löffel und Siebe aus Kunststoff, Holz oder Silikon.
- Pausen einlegen: Wenn Sie eine Pause von der Kefirherstellung machen möchten, können Sie die Knollen in frischer Milch (oder Zuckerwasser) im Kühlschrank lagern. Wechseln Sie die Flüssigkeit einmal pro Woche. Nach einer Pause benötigen die Knollen möglicherweise ein bis zwei Fermentationszyklen, um wieder ihre volle Aktivität zu erreichen.
- Knollenwachstum: Kefirknollen vermehren sich mit der Zeit. Wenn sie zu groß werden, können Sie einen Teil davon entfernen, um das Verhältnis von Knollen zu Flüssigkeit zu optimieren oder sie mit Freunden teilen.
Mit diesen Pflegetipps bleiben Ihre Kefirknollen vital und produktiv für viele Jahre.
Kann ich auch Wasserkefir selber machen?
Ja, neben Milchkefir können Sie auch ganz einfach Wasserkefir selber machen! Statt Milchkefirknollen verwenden Sie dafür sogenannte Japankristalle, die in einer Zuckerwasserlösung fermentieren. Der Prozess ist ähnlich unkompliziert und liefert ein leicht sprudelndes, erfrischendes Getränk, das ideal für Veganer oder Personen mit Laktoseintoleranz ist.
Für Wasserkefir benötigen Sie:
- Japankristalle: Die Starterkultur.
- Wasser: Chlor- und kalkarmes Wasser ist am besten.
- Zucker: Rohrzucker oder Vollrohrzucker eignen sich gut.
- Trockenfrüchte: Rosinen, Feigen oder Datteln liefern zusätzliche Nährstoffe für die Kristalle und den Geschmack.
- Zitronenscheiben: Für den Geschmack und als Nährstoffquelle.
Der Fermentationsprozess dauert ebenfalls 24 bis 48 Stunden bei Zimmertemperatur. Nach dem Abseihen können Sie den Wasserkefir pur genießen oder mit Früchten, Kräutern oder Säften aromatisieren. Für größere Mengen oder Partys kann ein Getränkespender mit Zapfhahn sehr praktisch sein.
Welche Milch oder welchen Zucker sollte ich für Kefir verwenden?
Die Wahl der richtigen Zutaten ist entscheidend für den Geschmack und die Vitalität Ihres selbstgemachten Kefirs:
- Für Milchkefir: Am besten eignet sich frische, pasteurisierte Vollmilch (Kuh-, Ziegen- oder Schafsmilch). Der Fettgehalt spielt eine Rolle für die Konsistenz des fertigen Kefirs; fettere Milch ergibt einen cremigeren Kefir. Vermeiden Sie ultrahocherhitzte (UHT) Milch, da die Proteinstruktur durch die starke Erhitzung verändert sein kann und die Knollen nicht optimal gedeihen. Rohe Milch kann verwendet werden, erfordert jedoch besondere Hygiene und birgt ein höheres Risiko für unerwünschte Keime. Auch pflanzliche Milchalternativen wie Kokosmilch oder Mandelmilch können mit Milchkefirknollen fermentiert werden, allerdings gedeihen die Knollen darin auf Dauer oft nicht so gut wie in Tiermilch und benötigen regelmäßige „Milchbäder“ zur Regeneration.
- Für Wasserkefir: Verwenden Sie am besten hochwertigen, unraffinierten Zucker wie Rohrzucker, Vollrohrzucker oder Kokosblütenzucker. Diese Zuckerarten enthalten noch Mineralien und Spurenelemente, die als Nährstoffe für die Japankristalle dienen. Weißer, raffinierter Zucker funktioniert zwar auch, liefert aber weniger Nährstoffe und kann die Kristalle auf Dauer schwächen. Vermeiden Sie Süßstoffe oder Zuckeraustauschstoffe, da diese keine Nahrung für die Kulturen bieten.
Die Qualität der Zutaten beeinflusst maßgeblich die Gesundheit Ihrer Kulturen und den Geschmack Ihres Kefirs.
Wie lange dauert die Fermentation von Kefir und woran erkenne ich, dass er fertig ist?
Die Fermentationszeit von Kefir hängt von verschiedenen Faktoren ab, hauptsächlich von der Raumtemperatur, der Menge der verwendeten Knollen und der Art der Milch oder des Zuckers. Im Allgemeinen dauert die Fermentation von Milch- und Wasserkefir zwischen 24 und 48 Stunden bei Zimmertemperatur (ca. 20-24°C).
Woran Sie erkennen, dass Ihr Kefir fertig ist:
- Milchkefir: Der Kefir wird dicker und cremiger, ähnlich wie Joghurt oder eine dünne Buttermilch. Es können sich kleine Bläschen bilden, die auf die Kohlensäureproduktion der Hefen hindeuten. Oft setzt sich am Boden des Glases etwas Molke ab. Der Geruch ist leicht säuerlich und hefig, der Geschmack ist erfrischend säuerlich mit einer leichten Prickelnote. Wenn er zu sauer schmeckt oder sich stark separiert hat, war die Fermentationszeit zu lang oder es waren zu viele Knollen.
- Wasserkefir: Er wird leicht trüb, und es bilden sich sichtbare Bläschen, besonders wenn Sie das Glas leicht schütteln. Der Geschmack ist weniger süß als die Ausgangslösung, leicht säuerlich und deutlich sprudelnd. Trockenfrüchte, die Sie hinzugefügt haben, können an die Oberfläche steigen.
Die beste Methode ist immer der Geschmackstest. Probieren Sie Ihren Kefir nach etwa 24 Stunden und entscheiden Sie, ob er Ihren Vorlieben entspricht. Je länger die Fermentation, desto saurer und kohlensäurehaltiger wird er. Nach dem Abtrennen der Knollen ist der Kefir bereit zum Genuss oder zur Lagerung.
Wie lagere ich fertigen Kefir und meine Kefirknollen?
Die richtige Lagerung ist wichtig, um die Haltbarkeit Ihres fertigen Kefirs zu gewährleisten und die Vitalität Ihrer Knollen zu erhalten:
- Lagerung von fertigem Kefir: Der fertig fermentierte und von den Knollen getrennte Kefir sollte in sauberen, luftdicht verschlossenen Flaschen, idealerweise aus Glas, im Kühlschrank aufbewahrt werden. Durch die Kälte wird der Fermentationsprozess stark verlangsamt. Milchkefir hält sich so in der Regel 5 bis 7 Tage, Wasserkefir bis zu 3-5 Tage. Beachten Sie, dass der Kefir im Kühlschrank noch leicht weiter fermentieren kann, wodurch er mit der Zeit saurer und kohlensäurehaltiger wird. Ein Getränkespender mit Zapfhahn ist praktisch, wenn Sie größere Mengen herstellen und bequem portionieren möchten.
- Lagerung von Kefirknollen (Pause): Wenn Sie eine Pause von der täglichen Kefirherstellung einlegen möchten, können Sie Ihre Knollen „schlafen legen“. Geben Sie die Milchkefirknollen in ein Glas mit frischer Milch und stellen Sie dieses gut verschlossen in den Kühlschrank. Wechseln Sie die Milch etwa einmal pro Woche. Wasserkefir-Japankristalle lagern Sie in einer frischen Zuckerwasserlösung im Kühlschrank und wechseln diese ebenfalls wöchentlich. Nach der Pause benötigen die Knollen oft ein bis zwei „Aktivierungszyklen“ bei Zimmertemperatur, um wieder ihre volle Fermentationsleistung zu erreichen.
Durch diese Lagerungsmethoden können Sie jederzeit frischen Kefir genießen und Ihre Kulturen langfristig nutzen.